Vorstandsbericht 2021

Bericht

Vorstandsbericht zur Mitgliederversammlung LSH, 18. November 2021

Sitzungen des Vorstands und Thema des Jahres 2021: (Ruth Kockelmann)

Seit der letzten MV am 03.12.21 in Kassel tagte der Vorstand insgesamt zweimal digital und einmal in Präsenz zur Vorstandsklausur im Oktober 2021. In diesen Sitzungen berichten wir über Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen und Aufgabenfeldern, sprechen weiteres Vorgehen ab und finden gemeinsame Standpunkte. Wichtig für unsere Arbeit war in diesem Jahr vor allem die Rückeroberung des Spielraums durch das HSTT 2021 und die Ermutigung zu Lösungen für das Darstellende Spiel in der Krise. Der umfangreiche Bericht stellt zusammen, was unsere Vorstandsmitglieder ehrenamtlich über das Jahr hinweg für das Schultheater in Hessen und für unsere beinahe 600 Mitglieder leisten. Wir blicken zurück auf ein ereignisreiches und für uns alle besonders herausforderndes Jahr.

Aus der Geschäftsstelle (Andrea Fischer)

Aktuelle Mitgliederzahl (Stand 10.11.2021): 594 Mitglieder.

Die Homepage wird mindestens wöchentlich aktualisiert. Hier finden Mitglieder im Mitglieder-Servicebereich: aktuelle Informationen zum Stand der Arbeit des LSH sowie auch Tipps für Festivals und Wettbewerbe u.v.m. Die Abiturvorschlagsbibliothek erhält beständig Zuwachs an neuen Vorschlägen, diese werden eingepflegt und bei Abruf versendet.

Fünf bis sechs Mal im Jahr erhalten die Mitglieder eine E-Mail mit den wichtigsten Ankündigungen oder Berichten. Seit diesem Jahr nutzen wir ein professionelles Versandprogramm, das eine graphische Gestaltung der Mitgliederinformation sowie einen reibungslosen Versand ermöglicht.

Die Geschäftsstelle professionalisiert kontinuierlich die Arbeit des Vorstands insgesamt, beantwortet Mitgliederanfragen oder leitet sie weiter, layoutet, gestaltet und überarbeitet Briefe und Mitteilungen an Presse, Ministerien, andere Kontakte und unterstützt die Vorsitzende in allen Belangen. Sie organisiert die Mitgliederverwaltung (Ein- und Austritte, Adressen, Kontodaten) und die Finanzverwaltung auch für den WBK. Die Geschäftsstelle ist administrativ für die Organisation der LSH-Werkstätten zuständig. Bürozeiten: dienstags 16-18 Uhr und mittwochs 8.30-11.30 Uhr.

Das HSTT 2021: Die „Rückereroberung des Spielraums“

Nach dem Ausfall des HSTT 2020 in Präsenz hofften wir zunächst noch auf ein Festival vor Ort, doch auch 2021 fand das HSTT digital statt. Wir nahmen also die Bedingungen, unter denen das Schuljahr 2020/21 Theater gespielt wurde, zum Anlass ein Festival für genau diese Bedingungen zu erfinden:

Das HSTT wurde deshalb in diesem Jahr ein großes hessenweites Spiel. Theatergruppen konnten sich dafür auch ohne eine eigene Produktion bewerben. Die einzige Voraussetzung war die Lust am Spielen. In einer Mischung aus Schnitzeljagd, interaktivem Online-Gaming, Improvisationstheater und vielen anderen Spielformaten entstand an zwei Tagen eine Performance, die die Theaterbegeisterten aus den verschiedensten Regionen Hessens zusammenbrachte und die vor Ort aber auch im Netz eine Demonstration für die Rückeroberung des theatralen Spielraums war.

Am ersten Festivaltag präsentierten die teilnehmenden Gruppen ihre Produktionen und gingen angeleitet von den Studierenden der Leibniz-Universität, Hannover, in Nachgespräche. Am zweiten Festivaltag erhielten die Gruppen Aufgaben über eine App und kämpften im öffentlichen Raum ihrer Schulorte für die Rückeroberung des Spielraums. Mit viel Energie und Spielfreude bewiesen die Spielgruppen ihre Ausdruckskraft und wurden auf ihrem Weg durch Jurymitglieder unterstützt. Im digitalen Festakt wurden die Förderpreise und die Urkunde offiziell übergeben, Videobotschaften des Kultusministeriums, der Sparkassenkulturstiftung und der Vorsitzenden des Landesverbands Schultheater in Hessen e.V. eingespielt.

Weitere Eindrücke können über den Blog des HSTT (https://blog.hessisches-schultheatertreffen.de/) gesammelt werden.

Finanzbericht (Olaf Mönch)

Der Finanzbericht ist vorläufig, da das Geschäftsjahr erst am 31.12.2021 endet. Die Mittel des LSH entstehen durch den Einzug von Mitgliedsbeiträgen. Dabei fließt ein großer Teil der Einnahmen direkt in den Mitgliederservice zurück. Besonders in Form der Arbeit an der Homepage, aber auch durch den Service der Geschäftsstelle. Zu einem anderen Teil werden die Beiträge für die Vorstandsarbeit genutzt. Dazu gehören Reisekosten, die die Zusammenarbeit des Vorstands und die Teilnahme von Vorstandsmitgliedern an den verschiedensten Initiativen zur Interessenvertretung des Verbands ermöglichen. Ein beträchtlicher Anteil der Mitgliedsbeiträge wird seit 2021 an den Dachverband BVTS weitergereicht. Der Dachverband betreibt inzwischen die Plattform Forum Schultheater, die über diese Beiträge mitfinanziert wird. Prinzipiell ersetzt dieses finanzielle Engagement auch wenigstens zum Teil die Jahresgabe, denn alle Mitglieder haben darüber Zugang zur digitalen Version des Fokus. (Die Zeitschrift war bis 2019 Jahresgabe). Durchlaufende Posten fallen in Bezug auf die Werkstätten, die Beiträge für das SDL sowie für die Auszahlung des Förderpreises der Sparkassenkulturstiftung zum HSTT an. Diese Ausgaben werden weitgehend oder vollständig durch Unkostenbeiträge oder Förderungen ausgeglichen. Rücklagen werden regelmäßig in die Finanzierung und Pflege des theatertechnischen Bestands des Vereins investiert. Durch diese Ausgaben werden einerseits wichtige Voraussetzungen für die Durchführung des HSTT geschaffen, andererseits stehen angeschaffte Geräte prinzipiell auch für die Ausleihe durch Mitglieder zur Verfügung.  Ab 2021 wird die Finanzverwaltung von einem Steuerberater unterstützt Die Finanzen des LSH e.V. sind insgesamt ausgeglichen. Ergebnisse der Kassenprüfung für das Jahr 2020 werden der Mitgliederversammlung vorgelegt.

Schultheaterzentrum Nordhessen (Nikolaos Lampos)

Coronabedingt mussten fast alle Angebote des Schultheaterzentrums Nordhessen im Schuljahr 2021/22 digital stattfinden oder zum Teil gestrichen werden. Allerdings ist es uns gelungen, unsere neue Projektreihe “Lyrik auf die Bühne” durchzuführen, und zwar auf der Bühne unseres Zentrums. Diese Projektreihe versteht sich als ein neues Modell für poetische Bildung, und zielt auf eine intensive Kooperation und Begegnung zwischen Lyriker*innen, und Schulgruppen. 10 Schulgruppen ließen sich auf dieses neue Format ein und erstellten unterschiedliche Produkte, die am 02.07.2021 vor den anwesenden Dichter*innen, den jeweiligen Gruppen und deren Spielleiter*innen aufgeführt wurden. Das Projekt ist langfristig angelegt und wird alle zwei Jahre stattfinden.

Auch unser spannendes Format „Inszenierungsanalyse“ konnte digital stattfinden, und zwar diesmal in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin. Anne Lenks Inszenierung „Maria Stuart“, welche zum Theatertreffen in Berlin eingeladen wurde, wurde intensiv mit der Regisseurin und den zwei Schauspielerinnen, welche Maria Stuart und ihre Antagonistin Königin Elisabeth verkörperten, sowie weiteren Beteiligten an der Produktion, wie z.B. dem Dramaturgen, der Bühnenbildnerin und der Kostümbildnerin intensiv besprochen und analysiert. Weitere Infos zu unserem Programm finden Sie auf unserer Homepage: www.spielort-kassel.de

Schultheaterzentrum Mittelhessen (Gernot Schmitt und Patricia Stasch)

Seit dem Schuljahr 2020/21 streben wir einen eigenen Verein an. Ein Gründungstreffen hat mit sieben Gründungsmitgliedern im August 2021 in Gießen stattgefunden. Der Name „SpielArt – Schultheaterzentrum Mittelhessen e.V.“ soll im Vereinsregister eingetragen werden. Die Satzung wird zurzeit geprüft. Für die Aufbauarbeit erhält Patricia Stasch (1. Vorsitzende des neuen Vereins) in Absprache mit dem HKM wenige AO-Stunden. Als Vertreterin der 1. Vorsitzenden wurde Tina Pasalic gewählt. Nun stehen weitere Aufbaumaßnahmen (Suche nach Kooperationspartnern und Räumlichkeiten, öffentlicher Auftritt, Aufbau einer Homepage, Vereinshaftpflicht für geplante Veranstaltungen, Mitgliederakquise etc.) an. Parallel laufen weitere Gespräche, um Spielräume für die Regionen Gießen und Marburg zu erschließen. Es wird zurzeit auch angedacht, dass zwei Standorte, einmal für die Region Gießen und die Region Marburg, etabliert werden. Wir hoffen auf die mündlich zugesagten Mittel und Ressourcen des HMWK und des HKMs.

Schultheater der Länder, SDL (Ruth Kockelmann)

Das SDL 2021 #theater_digitalitaet fand „in“ Ulm, Baden-Württemberg vom 19. bis 23. September 2021 statt als hybrides, weitgehend digitales Schultheater der Länder. Ausgewählt wurden zwei hessische Inszenierungen. Neben der Dreieichschule aus Langen mit ihrem Projekt: „Im digiTal- eine Erkundung“ SCHEINoderSEIN. My point of view unter der Leitung von Katrin Aurich, wurde auch die Heinrich-von-Kleist-Schule aus Eschborn mit ihrem Projekt: Appsolutely – Wir, Ich und die Apps unter der Leitung von Sophia Rosenkranz-Kalis und Leonore Havemann eingeladen.

Wir danken an dieser Stelle dem Referat für kulturelle Bildung, das die dafür notwendige Aufstockung der Mittel ermöglichen konnte. Hier eine Rückmeldung aus Langen:

„Die Teilnahme am SdL2021 war für unseren Kurs eine ganz tolle Erfahrung und die gemeinsame Zeit in der Jugendherberge hat dazu geführt, dass wir ein gewisses Festivalfeeling erreichen konnten, auch wenn es sehr schade ist, dass das SdL nicht in Präsenz stattfinden konnte. Toll war auch, dass die Gastgruppe aus Hessen ebenfalls dabei war und wir uns auch gegenseitig Rückmeldungen geben und die gemeinsame Zeit genießen konnten. Vielen Dank an alle, die diese Erfahrung für uns möglich gemacht haben! Viele Grüße von der Q1 der Dreieichschule unter der Leitung von Katrin Aurich“

Unser Dachverband, der BVTS hat nach intensiven Bemühungen die Weiterführung des Schultheaters der Länder über Verhandlungen mit der Kultusministerkonferenz ermöglichen können. Ein kleiner Tribut ist das Aussetzen des SDLs im Jahr 2022, aber vielleicht auch eine Chance für einen Neuanfang. Wir freuen uns schon jetzt gespannt auf die Ausrichtung des SDLs 2026 in Hessen – erste Erkundungen laufen schon in den verschiedenen Städten unseres großen Landes.

Weiterbildungskurs Darstellendes Spiel (Ruth Kockelmann)

Der WBK DS V läuft seit Oktober 2021. Coronabedingte Verzögerungen der LSH-Fortbildungsreihe machte eine so späte Zulassung notwendig. Wir freuen uns nun auf zwei erfahrungsreiche Jahre mit ca. 70 Teilnehmenden aus ganz Hessen. Sechs Kolleg:innen aus dem Grundschulbereich und die Regionalgruppe aus dem Norden konnten schon ihr erstes Modul bzw. ihre Einführungsveranstaltung erleben. Kolleg:innen mit dem Lehramt Gymnasium bilden die Mehrheit der Teilnehmenden. Elke Mai-Schröder hat die Gesamtteamleitung an Ruth Kockelmann übergeben, im Hessenteam sind die Regionen weiterhin von Thomas Bürger (Nord) und von Dr. Gernot Schmitt (Mitte) vertreten. Im Süden haben Anja Christiansen, Judith Weiß und Olaf Mönch Regionalteamleitungen von Elke Mai-Schröder (SÜD) übernommen. Der WBK V findet weiterhin in der guten Kooperation mit der Hessischen Lehrkräfteakademie statt. Aufgrund diverser Nachwirkungen der Pandemie mussten stimmige Lösungen entwickelt werden.

LSH Fortbildungsreihe (Judith Weiß)

Die Grundlagen-Fortbildungsreihe wird im Auftrag des LSH in Frankfurt, Gießen und Kassel durchge-führt. In Südhessen finden aktuell drei feste Fortbildungsgruppen und zusätzlich Kurse im offenen Programm – in Kassel und Gießen je eine Fortbildungsgruppe statt (in Süd ca. 67 Kolleg:innen, hes-senweit insgesamt 96 Kolleg:innen). In Gießen und Kassel sind nicht alle Plätze besetzt. In Süd sind die Kurse gut besucht, auch bei den offenen Angeboten zeigt sich eine hohe Nachfrage. Es ist ein Corona-Aufholbedarf zu verzeichnen. Die Fortbildungsreihe umfasst acht Grundkurse, dauert in der Regel ca. ein Jahr und bildet eine der notwendigen Voraussetzungen, um an dem Weiterbildungskurs Darstellendes Spiel teilnehmen zu können!

Coronabedingt konnten diese Grundkurse erst im September 2021 beginnen und wurden/werden ausnahmsweise als sog. Kompaktkurse an 4 Wochenenden in den Monaten Sept.-Nov.21 angeboten. Im Schultheater-Studio gibt es außerdem eine Fortbildungsreihe für Student:innen (neue Kurse ab April 2022) und für LiV’s (z.Z. 2 feste Gruppen, noch einmal 30 Teilnehmer:innen). Darüber hinaus finden im Schultheater – Studio Frankfurt und im „Spielort“-Schultheaterzentrum Nordhessen - in Kassel weitere aufbauende Kurse statt, die sowohl für Absolvent:innen der Fortbildungsreihe also auch für Kolleg:innen mit WBK DS - Abschluss geeignet sind. In Kassel und Frankfurt finden auch regelmäßig Fachtage für die jeweiligen Schulformen statt! Der Aufbau des Schultheater-Zentrum Mitte macht gute Fortschritte – die Fortbildungsreihe Mitte wird dann von dort organisiert werden.

Vernetzung durch die AG „Darstellende Künste und Schule“ (Ruth Kockelmann)

Die AG Darstellende Künste und Schule trifft sich regelmäßig in Videokonferenzen und stimmt sich über weiteres Vorgehen ab. Bestimmendes Thema waren auch 2021 die Auswirkungen von Corona auf Theater in der Schule und auf die vor allem freischaffenden Künstler:innen. Runde Tische finden inzwischen regelmäßig zweimal im Jahr statt mit der Landesschülervertretung und den Bildungs- und Kulturpolitischen Sprecher:innen des Hessischen Landtags. Diese Runden Tische haben unter anderem den Aufbau des Schultheaterzentrum Mittelhessen flankiert, die Gründung eines Schultheaterzentrum Südhessen in den Kreisen Bergstraße und Odenwaldkreis angeregt, die Entwicklung des Masterplan Kultur durch parlamentarische Anfragen transparenter gemacht und Kontakte so ausgebaut, dass Ansprechpartner:innen bei Bedarf klar sind. Umso wichtiger, als dass aktuell die neuen Wahlprogramme entstehen und beispielsweise ein Studiengang Darstellendes Spiel dort seinen Platz finden sollte wie im Masterplan Kultur. Der LSH ist mit Ruth Kockelmann vertreten. Außerdem gehören dieser AG von Schulseite an: Gundula van den Berg (TUSCH), Marcus Kauer (HKM I.4), Katja Pahn (Büro Kulturelle Bildung, Koordinatorin Theater), Mona Bajal (Schultheater-Studio Frankfurt), Nikolaos Lampos (Schultheaterzentrum Nordhessen) wechselnd Tina Pasalic und Patricia Stasch (Schultheaterzentrum Mittelhessen). Das HMWK ist aktuell nicht besetzt. Weitere Mitglieder von Seiten der performativen Künste sind Ines Wuttke und Kathrin Breschke (FLUX), Jan Deck (LaProf Landesverband professioneller freier Theater Hessen). Ulrike Raschel (Tanz RheinMain). Anna Eitzeroth (ASSITEJ Int. Vereinigung der Kinder- und Jugendtheater), Katharina Fertsch-Röver (LTPH, Landesverband Theaterpädagogik in Hessen), Detlef Köhler (Verein zur Zusammenarbeit von Schule und Theater, LAG Südwest der ASSITEJ) und Lina Zehelein als Sprecherin der Theaterpädagog:innen an Staats- und Landestheatern.

Beirat FLUX (Judith Weiß)

Bereits zum 13. Mal fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst FLUX, ein Projekt, das die Zusammenarbeit der hessischen Kinder- und Jugendtheater mit Schulen in ländlichen Regionen sowie Brennpunktschulen zum Ziel hat. FLUX. (lat. Fluss) steht für Wandel und Offenheit und regt an zum Schauen, Nachdenken, Erproben und Kommunizieren. FLUX bringt Theater-, Tanz- und Performancegastspiele in Schulen und verbindet Theater Schauen und Theater Spielen in exemplarischer Weise. Die angebotenen Gastspiele sollen eine langfristige und kontinuierliche Zusammenarbeit von Theatern mit Schulen anbahnen. Alle Gastspiele werden theaterpädagogisch vor- oder nachbereitet. Die Kosten für die Aufführungen an Schulen werden anteilig vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) übernommen. Die theaterpädagogische Nachbereitung ist für die Schulen kostenfrei. Im Laufe eines Schuljahres haben Künstler und Theaterlehrer die Möglichkeit, an folgenden Veranstaltungen teilzunehmen: Die FLUX-Aktionstage sind Teil des Dialogs zwischen Künstlern und Lehrern und ein "Schaufenster" für die Theater. Sie befördern den Austausch, dienen der Vernetzung und reflektieren die Qualität von Theater und Theaterprojekten sowie die Zusammenarbeit dieser beiden sehr unterschiedlichen Institutionen. Vor allem aber sind sie ein Ort der Begegnung. Beim FLUX-Schaufenster, das meist im September/Oktober stattfindet, präsentieren die Theater Ausschnitte aus dem FLUX-Programm, den künstlerischen Begleitungen und/oder den FLUX-Laboren. Wie schon im letzten Jahr fand das FLUX-Schaufenster coronabedingt online statt. Die Veranstaltung bot einen Einblick in das kuratierte Gastspielprogramm der Saison 2021/2022. In kurzen Videotrailern stellten die Künstler:innen ihre Produktionen vor und gewährten einen Einblick in ihre Arbeitsweise sowie ihr Angebot für das theaterpädagogische Begleitprogramm. Bei den "Ortserkundungen" sind auf dem Land ansässige Theater Gastgeber für Künstler, Lehrer und Schüler und stellen ihre Theaterarbeit ausgehend von den jeweiligen regionalen Gegebenheiten vor. Sie versuchen gemeinsam mit den Teilnehmern Konzepte, die sich an den lokalen Besonderheiten orientieren, zu entwickeln und zu diskutieren. FLUX ist auch "vor Ort" in Schulen, erkundet dort Schulräume, stellt die Theaterarbeit der Schule vor oder führt vor Ort Lehrerfortbildungen durch. Im Laufe der letzten Jahre hat das Projekt diverse Auszeichnungen erfahren (u.a. "DER OLYMP – Zukunftspreis für Kulturbildung" der Kulturstiftung der Länder.) Projektleitung: Ines Wuttke gemeinsam mit Katrin Breschke. Unterstützt wird die Projektleitung durch den FLUX-Beirat. Dieser gibt Empfehlungen sowohl zur Durchführung als auch zur Weiterentwicklung des Projektes und tagt in der Regel drei- bis viermal im Jahr. Der Beirat umfasst zehn Mitglieder: jeweils ein/e Vertreter/in des HKM (Katja Pahn) und des HMWK (Franziska Domes), vier Vertreter aus den Bereichen Theater (Anna Eitzeroth -ASSITEJ e. V., Jan Deck –laPROF, Mareike Uhl -Tanzlabor 21 und Lina Zehelein – Staatstheater Darmstadt ) sowie vier Vertreter des LSH (Christa Boiselle, Judith Weiß, Dagmar Winter und Gundula van den Berg – TUSCH-Leitung).

Weitere Infos: https://theaterundschule.net/veranstaltungen/

Zusammenarbeit mit dem Dachverband Bundesverband Theater in Schulen (Ruth Kockelmann)

Der LSH ist Mitglied im BVTS und Vertreter:innen des LSH-Vorstands sowie LSH-Mitglieder nehmen am Schultheater der Länder, an der „Zentralen Arbeitstagung“ und an den Konferenzen des BVTS-Vorstands mit den Landesverbandsvorsitzenden teil. Der BVTS hat im Mai 2021 zur digitalen Vorsitzendenkonferenzenz eingeladen und in einer außerordentlichen MV eine Satzungsänderung zur Finanzierung der Geschäftsstelle abgestimmt. Zum Kerngeschäft des BVTS gehören das „Schultheater der Länder“ und die zentralen Arbeitstagungen. 2021 fand die zentrale Arbeitstagung SCHULTHEATER.TRANSKULTURALITÄT vom 11. bis 13. November 2021 in der Bundesakademie Wolfenbüttel statt, coronabedingt konnte pro Bundesland nur ein Mitglied anreisen (RK) Auf der MV des BVTS wurden vier langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet: Heike Schade, Tilmann Ziemke, Michael Assies und Ulrike Mönch-Heinz. Neu in der Vorstandsspitze sind nun Ingund Schwarz zusammen mit Tonio Kempf. Aus Hessen wird Katja Pahn neu als Beisitzerin kandidieren. Weitere Beisitzer im Vorstand werden Simone Boles, Marco Grasa (neu) und Volker Berdich (neu) sein. Die Änderung der Satzung zur Finanzierung einer Geschäftsstelle des BVTS hat letztlich zu einem Austritt von drei Landesverbänden (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) geführt. Gleichzeitig hat der Austausch auf Länderebene sich intensiviert und es haben kleine Länderrunden zur Entwicklung von Kerncurricula beispielweise oder zur Sinnhaftigkeit, sich in einem Dachverband zu organisieren stattgefunden.

Bereich Grundschule und Theater für ALLE! (Andrea Diefenhardt)

Das hessenweite Grundschul-Programm Theater für ALLE besteht mittlerweile im 5.Jahr – weiterhin mit insgesamt 17 Schulen, davon 9 Schulen im aktiven Coaching, 6 Schulen sind in der Nachbetreuungsphase. Wegen des Coronaausfalls wurde die Phase der aktiven Betreuung für alle betroffenen Schulen von zwei auf drei Jahre verlängert. Während einiger Monate war es nicht möglich, in den Schulen direkt zu coachen, dafür gab es kontinuierlich digitale Fortbildungsformate, Beratung und Videounterricht, wie bereits im Jahresbericht 2020 ausgeführt.

Es gibt aus unterschiedlichen Gründen Veränderungen im Team: Neu Patricia Stasch betreut in Bad Homburg die Landgraf Ludwig Schule und die Pestalozzischule in Gießen aktiv. Die Astrid Lindgren Schule in Marburg hat sie ebenfalls für die Nachbetreuung übernommen. Im März 2021 haben Katja Pahn und Nina Hahn das Programm per digitalem Input auf dem Theatersymposium des Landesverbandes Baden Württemberg vorgestellt.

Vernetzung: Der Landesverband Sachsen hat eine Vorstellung von TfA zu einer Fachtagung Grundschule in Meißen im Januar 2022 angefragt. Nina Hahn wird mit einem digitalen Beitrag präsent sein. Auch darüber hinaus greift die Vernetzung von TfA immer mehr: mit Grußworten von Nina Hahn beim FLUX-Schaufenster und Werbung für TfA / mit vermehrter Buchung von Angeboten der kreativen Unterrichtspraxis, von FLUX, TUSCH, Starke Stücke durch TfA Schulen / eine Schule hat seit vielen Jahren eine Starke Stücke Schulpartnerschaft, bei zwei weiteren Schulen ist diese in Planung / 4 Personen aus den TfA Schulen haben sich für den WBK angemeldet, umgekehrt wollen Teilnehmende des WBK mit ihren Grundschulen TfA Schule werden /es ist geplant, dass WBK Teilnehmer  mit ihrem Stück aus der Produktion mit Andrea Fischer auf dem nächsten Fachforum auftreten / 2 Schulen von TfA waren am diesjährigen HSTT beteiligt (Weinberg Schule , Hochheim und Schule im Angelgarten, Groß-Zimmern).

Digitales Fachforum am 10.09.21: ca 50 Teilnehmer / Grußworte von Markus Kauer und Ruth Kockelmann und Cornelia Picht (Referentin Kulturelle Bildung HKM), Input des Jungen Theaters Wiesbaden und von FLUX / Vorstellung der neuen Projekte für das laufende Schuljahr / Onlinespielabend mit Christoph Heydt und Improspiele digital mit Nihma/ Tolle Workshops: u.a Tanzen (J. Hörning) Spiel mit den Dingen (Kirstin Porsche und Simone Neuroth), Klingendes I-Pad (Christoph Heyd) I-Movie (Kathy Schumann).

Perspektive:

  • Schulen können ab Juni 2021 wieder aktiv besucht werden, Nihma- Sprachförderung (Theater und Sprache) an mehreren TfA-Schulen,
  • Input zur Verwendung von Löwenstark- Geldern wurde beworben und später von vielen TfA Schulen angenommen, weiterhin kontinuierliche Fortbildungen im digitalen Bereich,
  • Teamtage im Oktober 2021 in Grünberg,
  • Rezertifizierung in 2022 der nachbetreuten Schulen,
  • Präsenzfachforum März 2022 in der Rheinhardswaldschule,
  • Zertifizierung der neuen Schulen in 2023,
  • Schnittstellen TfA und LSH/ Perspektiven und Wünsche
  • Mehr AO Stunden für Teamer:innen aus der Grundschule und mit dem Grund- oder Förderschullehramt fordern. Sonst verliert das Programm an Basisanbindung und es kann kein Nachwuchs aus den Grund- und Förderschulen rekrutiert werden
  • Wunsch nach wissenschaftlicher Begleitung, Evaluation und Dokumentation des Programms. Zentrale Fragestellungen dazu werden eruiert und eine Stiftung zur Finanzierung gesucht.

Netzwerk Schule mit besonderer Förderung der Darstellenden Künste in der Sekundarstufe I (Judith Weiß und Katja Pahn)

Das Verfahren zur Bewerbung um Aufnahme ins Netzwerk der Schulen mit besonderer Förderung der Darstellenden Künste in der Sekundarstufe I wurde im Frühjahr 2021 erneut geöffnet und vom LSH beworben. Hierauf meldeten sich weitere sechs Schulen, so dass das Netzwerk nun insgesamt 23 Schulen aus ganz Hessen umfasst.

Name der Schule 

Schulamtsbezirk 

Schulform 

Johannes-Gutenberg-Schule; Ehringshausen; 6040 

Lahn-Dill-Kreis und Landkreis Limburg-Weilburg 

IGS 

Ernst-Göbel-Schule; Höchst; 3610 

Kreis Bergstraße und Odenwaldkreis 

kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe 

Bertha-von-Suttner-Schule; Nidderau; 6064 

Main-Kinzig-Kreis 

IGS 

Richtsbergschule; Marburg; 9220 

Landkreis Marburg-Biedenkopf 

Integrierte Gesamtschule 

Elisabethschule; Marburg; 8619 

Landkreis Marburg-Biedenkopf 

Gymnasium 

Carl-Schomburg-Schule; Kassel; 8404 

Stadt Kassel und Landkreis Kassel 

Kooperative Gesamtschule mit Förderstufe 

Heinrich-von-Brentano-Schule; Hochheim am Main; 6086 

Kreis Groß-Gerau und Main-Taunus-Kreis 

IGS 

Westerwaldschule; Mengerskirchen; 4255 

Lahn-Dill-Kreis und Landkreis Limburg-Weilburg 

Mittelstufenschule 

Rudolf-Koch-Schule; Offenbach; 5138 

Stadt Offenbach am Main und Landkreis Offenbach 

Gymnasium 

Lichtbergschule Eiterfeld; Eiterfeld; 9225 

Landkreis Fulda 

Kooperative Gesamtschule 

Marienschule Fulda; Fulda; 8604 

Landkreis Fulda 

Gymnasium und Realschule 

Edith-Stein-Schule; Offenbach; 6118 

Stadt Offenbach am Main und Landkreis Offenbach 

Integrierte Gesamtschule 

Grimmelshausen-Gymnasium; Gelnhausen; 5177 

Main-Kinzig-Kreis 

Gymnasium 

Carl-Kellner-Schule; Braunfels; 6039 

Lahn-Dill-Kreis und Landkreis Limburg-Weilburg 

Integrierte Gesamtschule 

IGS Herder; Frankfurt a. M.; 4386 

Frankfurt am Main 

IGS 

Hermann-Herzog-Schule; Frankfurt a. M.; 4608 

Frankfurt am Main 

Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sehen 

IGS West; Frankfurt a. M.; 4391 

Frankfurt am Main 

IGS Sek 1 

Main-Taunus-Schule; Hofheim am Taunus; 5189 

Kreis Groß-Gerau und Main-Taunus-Kreis 

Gymnasium 

Hermann-Ehlers-Schule; Wiesbaden; 3279 

Rheingau-Taunus-Kreis und Wiesbaden 

IGS 

Theodor-Fliedner-Schule; Wiesbaden; 6005 

Rheingau-Taunus-Kreis und Wiesbaden 

Gymnasium 

Ernst-Reuter-Schule II; Frankfurt a. M.; 6059 

Frankfurt am Main 

IGS 

Albert-Einstein-Schule; Groß-Bieberau; 6011 

Landkreis Darmstadt-Dieburg 

Kooperative Gesamtschule 

Mittelpunktschule Goldener Grund; Selters; 3907 

Lahn-Dill-Kreis und Landkreis Limburg-Weilburg 

Grund- und Realschule (künftig mit H&R-Verbundklassen) 

Für diese Schulen sind eine Reihe mit monatlichen Fortbildungsangeboten sowie Netzwerktreffen in Planung.

Profilschule Kulturelle Bildung Darstellende Künste (Judith Weiß und Katja Pahn)

Auf die offizielle Ausschreibung zum Interessenbekundungsverfahren für die Profilschule Darstellen-de Künste im Amtsblatt im Frühjahr 2021 hat sich ausschließlich die Edith-Stein-Schule in Offenbach beworben. Parallel zu den Aktivitäten, die bereits das gesamte Schuljahr 20/21 über an der Schule liefen – pädagogische Tage digital und in Präsenzform, wöchentliche Fortbildungsangebote, Steuergruppe Profilschule DK incl. externer Begleitung, Projektwochen, regelmäßige Mitarbeit externer Künstler:innen usf. – ist die Schule somit gemeinsam mit den Schulen, die sich für die anderen Sparten beworben haben, in den offiziellen Prozess eingetreten. Die endgültige Bewerbung wurde nach den Entscheidungsprozessen innerhalb sämtlicher Gremien im Oktober 2021 beim HKM eingereicht.

Werkstätten 2021 (Katja Pahn)

Vom 19.-20.3.2021 fand die Frühjahrswerkstatt mit Uta Plate unter dem Titel „Bring deine Geschichte in Spiel“ statt. Pandemiebedingt wurde auch diese Werkstatt wieder digital, diesmal via ZOOM, angeboten. Allerdings schafft es Uta Plate auch im virtuellen Raum Nähe, Spielfreude und die vielgesuchte „Authentizität“ herzustellen. So war die Werkstatt schnell ausgebucht und die Teilnehmenden berichteten begeistert.

Aufgrund der Erfahrungen aus der Herbstwerkstatt 2021 verkürzten wir das Format im digitalen Raum diesmal auf zwei halbe Tage, die offenbar schnell vergingen. Es besteht der Wunsch, Uta Plate für eine kommende Werkstatt live einzuladen. Wegen der fehlenden Planungssicherheit und allgemeiner Bildschirmmüdigkeit wurde in Absprache mit dem Vorstand beschlossen, auf die Herbstwerkstatt 2021 zu verzichten.

Zusammenarbeit mit der Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen e.V. (LKB) – Joachim Reiss

Diese kurzen Informationen beziehen sich auf die Mitgliedschaft des LSH in der LKB, Berichte aus anderen Dachverbänden (Kulturrat, BKJ, IDEA), die von Interesse für die Arbeit des LSH sind, finden sich im Vorstandsbericht des BVTS 2021, der bei Bedarf zur Verfügung gestellt wird.

In der LKB sind mittlerweile alle relevanten hessischen Verbände Mitglied, zunehmend auch einzelne Institutionen. In der digitalen MV im Sommer 2021 gab es keine Frage von den 33 Anwesenden zu dem umfangreichen Tätigkeitsbericht des Vorstands, dem JR als Beisitzer und Vertreter des LSH angehört. Auch der TOP für Austausch und Diskussion "Masterplan Kultur" blieb überraschend nach vielen kritischen Anmerkungen in den letzten Monaten in der MV ohne Rückmeldungen.

Der aktuelle Text zum Masterplan greift unsere Vorschläge (u.a. zu den künstlerischen Schulfächern und der Kooperation mit dem HKM) relativ gut auf, dass aber im kommenden Beteiligungsprozess auf "Operationalisierungen" geachtet werden muss, damit es nicht läuft wie in anderen Bundesländern, in denen es ebenfalls tolle Beteiligung gab, aber keine wirklichen Folgen in der Landespolitik.

Hierzu zählt auch der vor 10 Jahren erfolgreiche Start einer IMAG (Interministerielle AG mit HKM, HMWK und HSM), die aber vor 8 Jahren eingestellt wurde, vermutlich weil sie konkrete Vorschläge erarbeitet hatte. Seitdem kam trotz gegenteiliger Bekundungen aus dem HKM keine Wiederbelebung unter Beteiligung der Zivilgesellschaft in Gang. Dazu gab es im vergangenen Jahr ein bisher folgenloses Gespräch mit M. Kauer (HKM). Das hat sich bislang auch durch die erfolgreiche internationale Konferenz Oktober 2019 in Frankfurt nicht geändert – trotz Beteiligung des HKM und der UNESCO, in deren Beschluss (2010) u.a. auch unser Fach für alle Schüler:innen gefordert wird.
In der MV wurde ein neuer Vorstand gewählt, in den GV: Lothar Behounek (Landes-Musik-Akademie Schlitz), Gabi König (Krefeld, Kulturbeauftragte), Steffen Wachter (VHS Hessen), als Beisitzer:innen:

Hartmut Piekatz (Leiter der KuBi-Akademie Fürsteneck), Jörg Thums (LaProf), Britta Wetzler (DTKV), Anna Eitzeroth (ASSITEJ), Victoria Asschenfeldt (Magistrat Hanau), Joachim Reiss (LSH).

Aufgrund der starken Zunahme an Projekten (Kulturkoffer, Kultur macht stark, KulturPerlen u.a.) verschieben sich aber seit einer Weile die Gewichte zugunsten der hauptamtlichen Geschäftsstelle.

Der GV wird nur noch ein Jahr im Amt sein, dann zurücktreten, neue Kandidat:innen werden gesucht.

Vor über 10 Jahren hat Joachim Reiss die LKB mitgegründet, war lange im GV tätig, und bittet nun darum, innerhalb der nächsten drei Jahre die LSH-Vertretung im LKB-Vorstand an ein anderes LSH-Mitglied übergeben zu können, damit Schultheater in der landespolitisch immer wichtiger werdenden LKB weiterhin eine Stimme hat und zum Erreichen unserer Ziele beitragen kann: „Strukturen statt (nur) Projekte!“

In der Auswertung der Mitgliederumfrage anlässlich des 10-jährigen LKB-Jubiläums wurden die Kritiken und Vorschläge des LSH aufgegriffen. Mehr „Austausch“ und „Begegnung“ steht jetzt verstärkt auf der TO der LKB. Zwei AG’s haben Ende 2021 die Arbeit aufgenommen: „AG Netzwerke“ und „AG Kulturelle Bildung in Schule/KiTa“, in denen JR mitarbeitet. Im Frühjahr entstand dort eine Resolution der LKB, die u.a. auch eine starke Verbesserung der Situation der künstlerischen Schulfächer fordert. Eine Reaktion des HKM gibt es bisher nicht. Die nächste Mitgliederversammlung am 18.11.2021 soll deswegen keine formale Tagesordnung haben, sondern ein offenes Forum zum Austausch unter den Mitgliedern werden. Hier geht es vor allem um das gegenseitige Kennenlernen der Ziele und Aktivitäten, um Entwicklung von Netzwerken und Ideen für die Arbeit der LKB. Und die AG „Leitbild“ stellt ihre Ergebnisse vor.

In den Dachverbänden BKJ und Kulturrat wurde in diesem Jahr angesichts der Pandemie-Folgen dazu aufgerufen, wieder „lauter zu werden“ und für eine viel stärkere kulturelle Bildung in Schule und Gesellschaft einzutreten. Das bedeutet, sich politisch bemerkbar zu machen und Bündnispartner zu suchen, genannt wurden z.B. Elternbeiräte und -verbände, Gewerkschaften, Jugendverbände und -vertretungen, Direktorenverbände, Jugendhilfe-Organisationen. In Hessen also nicht nur das HMWK und das HSM (FSJ), sondern auch weitere zuständige Ministerien anzusprechen: HKM, IMAG.

Die LKB hat die geplante Veranstaltung zum Thema „Governance“ noch nicht durchgeführt, das die LKB mit den Projekten „KulturKoffer“ und „LandKulturPerlen“ sowie Mitglieder wie den LSH direkt betrifft und sich u.a. damit beschäftigt, dass Regierungen (und auch Stiftungen) zunehmend dazu neigen, nicht die Forderungen der organisierten Zivilgesellschaft (wie „Schulfach Theater“) zu fördern, umzusetzen oder sich damit auseinanderzusetzen, sondern diese Verbände mit Einzelprojekten zu „beschäftigen“, die mit den Forderungen und nachhaltigen Strukturen nichts zu tun haben.

Die LKB organisiert u.a. eine monatliche „Verbände-Runde“ mit dem HKM (M. Kauer) zum „Löwenstark“-Programm. Die Matchingbörsen (Schulen treffen Partner aus der kult. Bildung) sollen noch vor Weihnachten starten. Minister Lorz plant Projektbesuche. Löwenstark wird evaluiert werden und eine erste Zwischenbilanz soll Ende des Jahres gezogen werden. Neben der Evaluation ist es für alle interessant zu sehen, wo Kooperation/Projekte gut klappen und wo konkret Hilfestellungen gegeben werden können. Eine konkrete Feedbackrunde auf Verbands-/ Fachreferatsebene könnte sich als schwierig erweisen. Euphorisches Zitat: „Insgesamt sind alle positiv gestimmt, was die Entwicklung von Kultureller Bildung in Schulen angeht. KuBi ist im HKM seit Oktober ein eigenständiges Referat und es gibt 67 neue Profilschulen, hessenweit über 500.“

Positionen und Papiere - ÜBER UNS

Wer wir sind
Der Landesverband Schultheater in Hessen e.V. (LSH), gegründet 1982, ist der Interessen- und Fachverband für hessische Lehrer*innen aller Schulformen und Schulstufen, die mit Schüler*innen Theater spielen, gespielt haben oder Theater spielen wollen – sei es im Rahmen von Theaterprojekten oder im Unterrichtsfach Darstellendes Spiel.

Unser Ziel: Theater in die Schule!
Theater ist wie Kunst und Musik ein wesentlicher Teil unserer Kultur. Es gehört zum Kernbereich der ästhetischen Bildung in der Schule.

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Der LSH-Vorstand

Ruth Kockelmann
Ruth Kockelmann, 1. Vorsitzende
Darmstadt
Oberstudienrätin mit den Fächern Deutsch, Biologie und Theater (Darstellendes Spiel) an der Georg Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt Teamerin im Weiterbildungskurs „Darstellendes Spiel“; Fachberaterin Kulturelle Bildung im Staatlichen Schulamt Darmstadt und Bergstraße Odenwald.

Ich bin im Vorstand des LSH, weil ich es als meine zentrale Aufgabe verstehe, den LSH zusammenzuhalten und egal in welchem Zusammenhang, unser Ziel zu vertreten: Theater in die Schule! Außerdem schlägt mein Herz und blutet mein Lebensehrenamtsarbeitszeitkonto seit mehr als einem Jahrzehnt für das HSTT.
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Gut zu wissen

In den letzten Jahren ist unser Netzwerk stetig gewachsen. Von Beginn an kooperieren wir mit dem Hessischen Kultusministerium und mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Auf der Suche nach möglichen Bündnissen arbeiten wir in verschiedenen Netzwerken wie der Landesvereinigung Kulturelle Bildung, der AG Darstellende Künste und Schule und mit den Vertreter*innen der Fächer Kunst und Musik in Schulen.

Wir werden unterstützt von verschiedenen Universitäten, dem Landeselternbeirat, der Landesschülervertretung, dem Deutschen Kulturrat, der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung und unserem Dachverband Bundesverband Theater in Schulen.

Die hessischen Schultheater-Zentren

Schultheater Studio Frankfurt - SÜD
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Schultheater-Zentrum Mitte: demnächst hier
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Schultheaterzentrum Nordhessen
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Kooperationspartner

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Kontakt

Landesverband Schultheater in Hessen e.V.
Geschäftsstelle
Andrea Fischer
Rodensteiner Straße 49
64407 Fränkisch-Crumbach
(0 61 64) 51 55 89
info@lshev.de

Bürozeiten:
dienstags 16:00 - 18:00
mittwochs 08:30 - 11:30

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